{"id":122,"date":"2018-01-21T10:54:45","date_gmt":"2018-01-21T10:54:45","guid":{"rendered":"http:\/\/baobab-verein.org\/?page_id=122"},"modified":"2018-01-21T10:54:45","modified_gmt":"2018-01-21T10:54:45","slug":"katutura-eben-acer","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/baobab-verein.org\/?page_id=122","title":{"rendered":"Katutura &#8211; Eben-Acer"},"content":{"rendered":"<p>Den Eben-Acer Kindergarten von Ellie kennen wir seit 1999, auch ihn lernten wir durch Frau Rohwer kennen. Frau Rohwer versicherte sich bei unserem Besuch nur, dass alles in Ordnung war, da der Kindergarten zu dieser Zeit durch eine Gruppe Schweizer Diplomaten unterst\u00fctzt wurde. 2001 wandte sich Ellie um Hilfe an uns, da die Diplomaten versetzt worden waren und sie nun ohne Unterst\u00fctzung dastand.<br \/>\nIn Ellies Kindergarten in Katutura-Hakahana waren immer sehr viele Kinder, teilweise fanden wir bis zu 70 Kinder dort vor. Ein Teil davon waren Stra\u00dfenkinder, weit \u00fcber das Kindergartenalter hinaus, aber nicht mehr einschulbar. Ellie k\u00fcmmerte sich um sie, gab ihnen einen Schlafplatz und, als wir begannen Essen zu liefern, auch eine warme Mahlzeit pro Tag. Der Kindergartenbetrieb lief sehr gut, um die schulische Seite k\u00fcmmerte sich eine Lehrerin, Josefina. So lange sie dort war, gab es keine Probleme bei Ellie, abgesehen davon, dass sie h\u00e4ufig um Geld f\u00fcr private Anschaffungen &#8222;bettelte&#8220;. Das war l\u00e4stig, aber daf\u00fcr gibt es ja das Wort &#8222;nein&#8220;.<\/p>\n<p>Etwa 2007 bemerkten wir, dass die Anzahl der Kinder im Kindergarten zur\u00fcck ging. Ellie schob dies auf neu entstandene Projekte f\u00fcr Stra\u00dfenkinder und die hohe Arbeitslosenzahl, weshalb viele Eltern den Kindergartenbeitrag nicht mehr bezahlen und ihre Kinder nicht mehr in den Kindergarten schicken konnten. Wir \u00fcbernahmen daraufhin das Gehalt von Josefina, da Ellie anders nicht mehr \u00fcber die Runden gekommen w\u00e4re. Daraufhin kamen wieder mehr Kinder, wir z\u00e4hlten wieder etwa 40 St\u00fcck.<\/p>\n<p>Im Dezember 2008 teilte uns Josefina mit, sie habe eine andere Arbeit gefunden, die besser bezahlt w\u00e4re, weshalb sie den Kindergarten verlassen w\u00fcrde. Als Ersatz schlug sie ihre Cousine Melanie vor, die einen guten Eindruck auf uns machte. Wir bauten au\u00dferdem aus den gleichen Fertigbauteilen wie bei Marthas Morning-Sun-Kindergarten einen sch\u00f6nen Klassenraum an die bestehenden Wellblechr\u00e4ume an. Ende M\u00e4rz 2009 rief Ellie uns an uns sagte, dass Melanie im August heiraten wolle und wegziehe, sie br\u00e4uchte wieder Hilfe. Zuf\u00e4lligerweise hatten wir wieder Kontakt zu Angelika, die den Kapps-Kindergarten mit aufgebaut hatte, dann aber von uns aufgrund von starken Alkoholproblemen entlassen wurde. Ihr Mann versicherte uns, dass sie ein Jahr zuvor das Trinken eingestellt h\u00e4tte. Wir boten Angelika die Stelle bei Ellie an, da sie nicht weit von Ellie wohnt und sie nahm das Angebot an. Kurz darauf meldete sich Melanie bei uns und fragte, warum wir sie einfach so ohne Vorwarnung entlassen h\u00e4tten. Wir erkl\u00e4rten ihr, was Ellie uns gesagt h\u00e4tte, woraufhin Melanie meinte, sie h\u00e4tte zu Ellie gesagt, dass Sie im August heiraten w\u00fcrde und deshalb besonders auf die Stelle angewiesen sei, wegen der Wohnungseinrichtung. Ellie habe ihr gesagt, sie sei nicht zufrieden mit ihrer Arbeit und deshalb m\u00fcsse sie gehen. So stand nun Wort gegen Wort, obwohl wir geneigt waren Melanie zu glauben. Da unser Abflug nach Deutschland bevorstand konnten wir erst einmal nichts mehr tun.<\/p>\n<p>Im September 2009 waren wir wieder in Namibia und wir fragten bei Ellie, wie es gehe. Sie meinte, dass Angelika nur sehr unregelm\u00e4\u00dfig im Kindergarten w\u00e4re. Wir nahmen Kontakt mit Angelika auf. Wir kennen diese nun seit langem, mit allen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen. Sie erz\u00e4hlte uns w\u00fctend, dass es nicht mehr m\u00f6glich gewesen sei, mit Ellie zu arbeiten, da diese die Zuwendungen f\u00fcr die Kinder nur f\u00fcr ihre Familie verwendet h\u00e4tte. Die ganze Aussage wirkte sehr \u00fcberzeugend, es stand aber wieder Wort gegen Wort. Allerdings kam uns im Nachhinein in den Sinn, dass wir im April viele Kinder mit Vesperboxen gesehen hatten, warum sollten die Kinder Vesperboxen mitbringen, wenn Ellie zwei Mahlzeiten pro Tag ausgeben w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Aufgrund der zwei voneinander unabh\u00e4ngigen Aussagen von Melanie und Angelika beschlossen wir, Ellie vorerst nicht\u00a0 mehr zu unterst\u00fctzen. Die Kinder des Kindergartens trifft es nicht h\u00e4rter als bisher schon, da das Essen und Arbeitsmaterial nicht bei ihnen ankam. Bis Schulanfang Mitte Januar 2010 bleibt Ellie ohne Unterst\u00fctzung von uns, falls sie dann eine neue Lehrerin vorweisen kann, helfen wir ihr unter neuen Bedingungen. Sollte sie nicht kooperieren wollen, unterst\u00fctzen wir einen Kindergarten weniger. Wir haben versprochen, dass Ihre Spenden direkt bei den Kindern landen, wenn wir das nicht garantieren k\u00f6nnen, unterst\u00fctzen wir diesen Kindergarten &#8211; nat\u00fcrlich nach Versuchen, das Thema anders zu kl\u00e4ren &#8211; nicht weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Eben-Acer Kindergarten von Ellie kennen wir seit 1999, auch ihn lernten wir durch Frau Rohwer kennen. 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